Bündnis90/Die Grünen in Heddesheim

Nitratwerte im Trinkwasser

Auf Grund eines Artikels im Mannheimer Morgen vom 23.08.2013 haben wir bei unserem Wasserversorger nachgefragt, wie es denn mit den Nitratwerten jetzt und künftig aussieht. Wenn man damit zufrieden ist, dass man mit Hilfe eines Brunnens aus Ladenburg aus dem man zwei Drittel Wasser dem eigenen beimischt um knapp unter dem Grenzwert von 50 mg pro Liter zu bleiben, ist momentan alles in Ordnung. Der Richtwert von Nitrat im Trinkwasser ist gegenwärtig bei 25 mg pro Liter.

 

Für die Zukunft wird es keinesfalls reichen, Wasser aus Ladenburg zu beziehen, da dort die Werte auch steigen und das dank unserer industriellen Landwirtschaft auch noch mindestens 30 Jahre. Der Rückgang der Werte in den eigenen Brunnen geschieht nicht schnell genug, da hier die Werte unglaublich hoch sind.

 

Aber lesen Sie selbst:

 

Anfrage Wasser

 

Antwort GWV Obere Bergstraße

Antrag zum Klimaschutz abgelehnt mit Vorankündigung

Der unten dokumentierte Antrag zum Klimaschutz der Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen wurde mit Vorankündigung abgelehnt. Hierzu ein Kommentar des Fraktionsvorsitzenden Günther Heinisch.

 

"Wie im Mannheimer Morgen vom 15. September 2017 bereits angekündigt hat gestern der Heddesheimer Gemeinderat den Grünen Antrag zur Minderung der Folgen des Klimawandels die
Erarbeitung eines Konzeptes zur Begrünung und des Grünflächenmanagements für
Heddesheim, besonders für den Innenortsbereich auf geeigneten Straßen, Plätzen und
Freiflächen zu beauftragen und weiter zur Umsetzung der Ergebnisse und für weitere dringende Aufgaben des Umwelt- und Klimaschutzes einen hauptamtlichen Mitarbeiter mit dem Berufsbild
Umweltingenieur zum nächst möglichen Zeitpunkt einzustellen, abgelehnt.

Die Verwaltung hat dazu eine umfangreiche ablehnende Entgegnung formuliert, nach der wir in Heddesheim so etwas nicht brauchen, weil ständig die gesamte Verwaltung in Sachen Klima- und Umweltschutz aktiv ist, an nichts anderes denkt und dieselben bei der täglichen Arbeit stets berücksichtigt und erfolgreich umsetzt.
Kurz, wir leben in Heddesheim in einem umwelt- und klima-ökologischen Paradies und nur die Grünen sind wieder zu blöde, das zu erkennen und stellen völlig unnötige Anträge und stören die Einheit und Geschlossenheit von Verwaltung und Gemeinderat.
Als besonders aktiv und effektiv ist in der Sicht der Verwaltung der Bauhof, wenn er in verschiedenen (Pflege-) Bezirken die Grünanlagen systematisch pflegt und wieder in Ordnung bringt, unter besonderer Beachtung der Verkehrssicherungspflicht versteht sich. Für viele grüne Ecken und Flächen gilt dabei aber: Wehe wenn der Bauhof kommt! Der „Heddesheimer Heckenschnitt“, gerne auch in der Schonzeit für Vögel, lässt ungefähr 10cm der Hecke über der Grasnarbe übrig. Dabei machen wir den Mitarbeitern keinen Vorwurf, sie sind weisungsgebundene Angestellte.

In der Diskussion wurde deutlich, dass sich weder die Verwaltung noch die anderen Fraktionen mit dem Antrag auseinandergesetzt haben. Zum Inhalt und den unbestreitbaren Auswirkungen der Klimaänderungen besonders am Oberrhein und dem Rhein-Neckar-Raum kein Wort. Aufgehängt hat man sich an dem Umweltingenieur der zu teuer sei und den man gar nicht auslasten könne. Oder: was soll der eigentlich machen? Dabei steht es im Antrag: Wir brauchen mehr Grünflächen, Bäume und Fassadenbegrünung, weil sie eine kühlende Wirkung im Innenortsbereich haben – nicht draußen wo mühsam Biotope vernetzt werden müssen.

Wenn die Verwaltung in Heddesheim der Meinung ist, sie tue genug für ein grüneres Heddesheim, so fragt es sich, wie dann Steinwüsten wie der Dorfplatz, der Parkplatz, die einfach hässliche LKW-Zufahrt des Edeka Marktes zustande kamen. Sogar der Baum und das bisschen Grün am Alten Rathaus musste weg und Pflaster weichen.
Der Bürgermeister selbst stellt immer wieder heraus, dass sein Bauamt an der Kapazitätsgrenze arbeite, wenn nichts anderes, so würde ein weiterer Fachmann oder eine Fachfrau die Verwaltung bei ihrem unermüdlichen Kampf fürs Klima und die Umwelt von Heddesheim unterstützen und entlasten.

Selbst der Hinweis, es handele sich um einen Zukunftsantrag, der Kommendes mildern soll, die Gemeinde als lebenswert erhalten soll und besonders alten Menschen und jungen Kindern helfen soll, konnte nichts bewirken. Über ein Begrünungskonzept wurde nicht diskutiert, nur um das Geld, das eine zusätzliche Stelle kostet. Ein Armutszeugnis.

Wer noch nicht weiß, was er am Sonntag wählen will, sollte darüber einmal nachdenken. Und es sich merken für die Gemeinderatswahl 2019.

Am 20.September 2017 war übrigens Weltkindertag."

Ein Antrag zum Klimaschutz der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen wurde am 20.09.17 im Gemeinderat behandelt

Die Fraktion der Grünen Heddesheim beantragt, dass das Aufbringen von chemisch-synthetischen Pestiziden auf gemeindeeigenen Flächen untersagt wird.